Gartensaison 2019: So halten Sie Gartengeräte gut in Schuss

 

Damit Sie im Frühling keine wertvolle Zeit mit dem Warten von Gartengeräten verschwenden, sollten Sie sich rechtzeitig um die Pflege kümmern. Das Ende der Gartensaison ist dafür ideal. Heckenscheren, Harken, Schläuche, Rasenmäher und Spaten überstehen die Winterpause problemlos, indem Sie im Vorfeld einige Maßnahmen treffen.

Lieber gut gelagert als einen schlechten Saisonstart

 

Nutzen Sie die Zwangspause clever aus, denn Spaten, Hacken, Scheren, Sensen und Co brauchen vor der Gartensaison etwas Zuwendung. Damit im Frühjahr alles klappt, empfiehlt sich, die Helfer während der kalten Monate sachgerecht überwintern zu lassen. Der Aufbewahrungsort muss im Wesentlichen nur eine Voraussetzung erfüllen – er sollte trocken sein. Dunkelheit, Kälte und Zugluft machen den meisten Geräten nichts aus, Feuchtigkeit hingegen schon. Sie ist der Verursacher für rostendes Metall, was vor allem den Klingen zu schaffen macht.

Gartengeräte, die mit alten Akkumodellen laufen, mögen keine Minusgrade. Ist es zu kalt, entladen sie sich rapide, zudem drohen irreparable Schäden. Akkus sind mitunter in einem wärmeren Kellerraum besser aufgehoben. Gartenschläuche sind vor dem Einlagern generell zu entleeren, das beugt der Schimmelbildung vor. Auch Regentonnen im Freien sollten nach Möglichkeit kein Wasser enthalten.
Damit sie nicht zur Falle für Kleintiere und Vögel werden, stellen Sie diese besser umgekippt oder abgedeckt auf.

 

Auch die regelmäßige Pflege in der Gartensaison ist wichtig

 

Nach jeder Arbeit sollten Sie Ihre Gartengeräte generell von groben sowie feuchten Pflanzenresten und Erdreich befreien. Das beugt Rostbefall vor, der Aufbewahrungsort verschmutzt nicht und beim nächsten Einsatz können Sie sofort loslegen. Die Reinigung gelingt durch eine feste Bürste mit kurzen Natur- oder Kunststoffborsten sehr effizient. Eine Drahtbürste ist ungeeignet, da Metallflächen leicht zerkratzen.

 Öl ist ein wahrer Alleskönner, was die Pflege von Gartengeräten angeht. Sie sollten stets einen ausreichenden Vorrat im Werkzeugschuppen haben, viel muss es nicht sein, da schon ein dünner Film für leichtgängige und rostfreie Utensilien sorgt. Füllen Sie den Schmierstoff am besten in eine Ölkanne. Auf Knopfdruck träufelt sie Öl durch eine Kanüle genau an die Stellen, an denen sie es brauchen. Die Gleitfähigkeit wird besonders an beweglichen Teilen verbessert, glatte Flächen laufen nicht mehr so schnell an. Reiben Sie nach dem Auftrag die Metallteile mit einem trockenen Lappen ab. Das Öl verteilt sich dabei und bildet eine Schutzbarriere.

 

Stumpfe Klingen: die Spielverderber im Garten

 

Scharfe Werkzeuge sind das A und O bei der Gartenarbeit. Nur gepflegte Klingen dringen leicht durch Äste, Stängel, Halme oder ins Erdreich. Sie sind mit der Zeit stumpf, das liegt in der Natur der Dinge. Manchmal machen sich schon nach nur einem Einsatz Abnutzungserscheinungen bemerkbar, vor allem die Schneidergonometrie gerät durch Druckbelastungen in Mitleidenschaft. Das hört sich kompliziert an – ist es aber nicht. Die Schneiden bilden alle spitz-zulaufenden Bereiche auf den Stahlblättern. An stumpfen Klingen hat sich an den sensiblen Schnittkanten Grat gebildet, nach unsachgemäßer Behandlung sind sie sogar verformt. Die Unebenheiten und Kerben, die oft im Mikromillimeterbereich liegen, lassen sich durch ein Vergrößerungsglas gut erkennen. Sie reichen aus, um die Schnittqualität stark zu beeinträchtigen.

Auch Unordnung ist ein Verursacher für stumpfe Gartengeräte. Geraten Klingen ungeschützt aneinander, entstehen feine Kerben in den Schneiden. Sie tragen dazu bei, dass das Durchtrennen von Gewächsen zur nervigen Angelegenheit wird. Abhilfe schafft, langstieliges Equipment mit den Klingen nach oben aufzustellen sowie Messer, Gartenscheren und andere Kleinteile separat in Fächern oder Schubladen zu verstauen. Das Aufhängen der Geräte ist auch eine Option.

 

Klingen schärfen: So wird's gemacht

 

Sind Klingen stumpf, lassen sie sich mit Abziehsteinen wieder auf Vordermann bringen. Diese bestehen aus zwei Seiten: einer Groben zum Auswetzen tiefer Scharten und einer Feinen zum Schärfen. Das Schleifwerkzeug wird mit der grobkörnigen Fläche und durch fließende Bewegungen an der Klinge entlanggeführt. Die Züge erfolgen durchgängig vom Ansatz zur Spitze und in umgekehrter Richtung. Dabei ist der Winkel zur Schneide entscheidend. Er sollte bei jedem Zug 20° bis 25° zum Klingenblatt liegen. Einen Winkelmesser benötigen Sie zum Schleifen nicht, es handelt sich lediglich um einen groben Richtwert, den es nach Möglichkeit einzuhalten gilt.

Sind auf der Klinge keine Vertiefungen mehr zu erkennen, wiederholen Sie den Arbeitsschritt ohne große Druckausübung mit der feinkörnigen Seite. Prüfen Sie nach dem Wetzen, ob sich Grat gebildet hat. Mit dem Fingernagel fahren Sie dazu vom Klingenblatt nach außen über die Schneide. Ist eine kleine Kante zu spüren, dann setzen Sie das Schärfen mit der feinkörnigen Seite fort.

 

Den Rasenmäher nicht vergessen

 

Der elektrische oder benzinbetriebene Rasenmäher braucht natürlich auch etwas Pflegezuwendung. Während der ungenutzten Winterzeit empfiehlt sich, die Zündkerze mit einer leichten Drehung zu lösen. Das vermeidet das Aneinanderrosten der Kontakte, bei vielen Modellen gelingt das schon mit wenigen Handgriffen. Das Mähwerk, der Auffangbehälter sowie alle anderen Elemente sind von Verschmutzungen zu befreien.

Die Messer haben nichts gegen einen Ölauftrag einzuwenden. Stellt sich dabei heraus, dass sie stumpf sind oder Beschädigungen aufweisen, bietet sich die Winterzeit geradezu für einen Ausbau an. Wie das genau funktioniert ist abhängig vom Modell, die Bedienungsanleitung hilft in der Regel weiter. Wer Rasenmähermesser selbst schleifen will, der sollte mit Bedacht an die Arbeit gehen. Die oft gekrümmten Klingen haben mitunter einen komplexen Aufbau, sodass es sich lohnt, sie bei einem professionellen Schleifer schärfen zu lassen.

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