Kompostentnahme leicht gemacht: tolle Tipps & Tricks

Kompostieren ist nicht nur für Großbetriebe der Abfallwirtschaft ein wichtiges Thema. Auch viele Hobbygärtner beschäftigen sich mit den Tricks und Kniffen der privaten Kompostentnahme, um einfach und bequem ihre Gartenabfälle wiederverwerten zu können. Denn eine gute Kompostqualität sorgt nicht nur für eine Verbesserung der Eigenschaften des Bodens, sondern bietet auch die Möglichkeit der Herstellung von eigenem Dünger und wird damit mehr als attraktiv für Ihre Gartengewächse. Mit einem ausgereiften Kompost mit hohem Nährstoffgehalt können dabei sogar etwaige zusätzliche Düngemittel überflüssig werden. Auf die richtige Kompostentnahme kommt es also an. Das kann doch nicht so schwierig sein, oder?

 

Gut Ding will Weile haben: Mit Geduld zum perfekten Kompost

Kompostierung ist ein Reifeprozess: Je länger man auf die Kompostentnahme wartet, desto besser entwickelt sich der Kompost im heimischen Garten. Dabei gilt es ein paar einfache und schnelle Handgriffe zu beachten: Vor allem kommt es hier auf eine stete Feuchtigkeit und Luftzufuhr an. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kompost nicht austrocknet, damit die Mikroorganismen im Inneren des Humus' für eine stete Lebendigkeit sorgen können. Geben Sie bei Bedarf etwas Wasser hinzu.

Außerdem ist es ratsam den Komposter etwa alle halbe Jahre vollständig zu demontieren und den Komposthaufen umzusetzen. Wenn Sie immer wieder einen prüfenden Blick auf den Zustand Ihres Komposts werfen, können Sie bereits nach etwa einem halben Jahr die erste Kompostentnahme wagen.

Noch besser ist es allerdings, dem Prozess mehr Zeit einzuräumen. Schon ein bis zwei Jahre können einen merklichen Unterschied machen. Probieren Sie es aus, Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken.

 

Ungebetene Gäste im Kompost? So schützen Sie sich vor kleinen und großen Nagern

Mäuse, Ratten oder gar Waschbären auf dem Vormarsch im heimischen Garten? Erste Hilfe gegen uneingeladene Gäste bieten einfache Verschlussmechanismen. So können Sie Ihren Kompost vor kleinen Überfällen schützen. Sollten die Tierbesucher jedoch hartnäckig bleiben, verzichten Sie in jedem Fall auf das Kompostieren von Papier, Pappe, gekochten Essensresten, Ölen und Fetten sowie Fleisch-, Fisch- und Knochenabfällen. Dies ist darüber hinaus sehr wichtig für die Qualität Ihres Komposts. Gartenabfälle jeglicher Art bieten sich nach wie vor am besten für eine hochwertige Kompostierung an.

 

Regenwürmer willkommen: Das Leben im Kompost

Insekten, wie Regenwürmer, sind dagegen wertvolle und gern gesehene Bewohner im Komposter. Sie regen die Aktivität des Komposts an, denn beim Kompostieren wird organisches Material unter dem Einfluss von Luftsauerstoff schließlich genau von ihnen, den Bodenlebewesen, abgebaut.

Ganz anders sieht es mit Ameisen aus, die es am liebsten trocken mögen – ein deutliches Zeichen dafür, dass Ihr Kompost mehr Feuchtigkeit vertragen kann. In solch einem Fall können Sie auch etwas Steinmehl mit einer Schaufel oder anderem Werkzeug auftragen. Probieren Sie es aus: nach und nach werden Sie ein Gespür für die Bedürfnisse Ihres eigenen Garten-Kompostes bekommen.

 

Mit idealen Rahmenbedingungen zum perfekten Kompost

Wie entscheidend eine beständige Feuchtigkeit für das Kompostieren im heimischen Garten ist, wissen Sie bereits. Doch worauf kommt es noch an? Zum einen stellt Wärme einen nicht weniger bedeutenden Faktor dar. Sie begünstigt die bakterielle Zersetzung und trägt damit ebenfalls zu besseren Kompostergebnissen bei. Zum anderen kommt es ganz klar auf das richtige Gleichgewicht an: nicht zu warm oder kalt, nicht zu feucht oder gar trocken. Beim Kompostieren müssen Sie am Ball bleiben, denn Ihr kritisches Auge ist gefragt. Prüfen Sie Ihren Kompost in regelmäßigen Abständen dabei mit folgendem Hintergedanken: Mein Kompost sollte wie ein ausgedrückter Schwamm sein.

Doch das ist noch nicht alles: Für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr sorgen kleine Belüftungsöffnungen am Komposter – unersetzlich für einen lebendigen Kompost. Auch Stickstoff und Kohlenstoff unterstützen das Kompostieren. Stickstoffreich sind Obst, Gemüse, Gräser, Pflanzen und mehr. Zu kohlenstoffreichen Abfällen gehören dagegen Laub, Stroh, Servietten und dergleichen. Machen Sie es Ihrem Kompost so einfach und bequem wie möglich, indem Sie mit einem Werkzeug wie einem Häcksler grobe Materialien zerkleinern. Dies gewährleistet einen schnelleren Abbau und ermöglicht eine ideale Ausgangssituation. Eine gute Mischung wertvoller Beigaben fördert die Qualität des Kompostes.

 

Wann ist der Kompost reif für die Entnahme?

Mit dem eigenen Kompost sprießen und gedeihen Blumen, Obst und Gemüse im Nu. Je nach Pflanzenart kann dazu ein kürzer oder länger gereifter Kompost verwendet werden.

  • Frischkompost, in dem teilweise noch die Ausgangsmaterialien erkennbar sind, kann schon nach einem halben Jahr an stark zehrende Pflanzen ausgebracht werden. Gurken, Kartoffeln, Kohlarten, Tomaten und Mais vertragen die starke Düngewirkung und die Säuren von frischem Kompost gut. Düngen Sie mit frischem Kompost oberflächlich in der Wachstumsphase ab dem Frühjahr.

  • Fertigkompost, der nur noch kleine Holz-, Kern- und Eierschalen-Reste enthält, braucht länger, ist aber für alle Pflanzen geeignet. Der fertige Kompost ist dunkel, krümelig und riecht “erdig”. Je nach Komposter und Material erreicht der Kompost diesen Zustand unterschiedlich schnell. Regelmäßiges Wenden oder Anstechen verschafft Ihnen die nötigen Einblicke.

  • Wenn Sie zu lange warten, mineralisiert der Kompost nach mehr als zwei Jahren zu Komposterde. Sie ist immer noch eine gute Ergänzung im Garten, hat aber eine geringere Düngewirkung als Fertigkompost. Sie ist feinkörniger und hat keine erkennbaren organischen Bestandteile mehr.

 

Wenn Ihr Kompost seine Reifezeit vollbracht hat und mit Nährstoffen ausgestattet auf Sie wartet, können Sie ihn abtragen. Beobachten Sie direkt beim jährlichen Umwälzen, ob Ihr Kompost schon abnahmebereit ist.

Entnehmen Sie den Kompost am besten im Frühling vor der Saat mit Schubkarre und Schaufel. Je nach Ausgangsmaterial und Verwendung kann es sich auch lohnen den Kompost bei der Entnahme zu sieben. Frische Kompostbestandteile können Sie direkt für das Ansetzen des neuen Kompostes verwenden.

Idealerweise bringen Sie den entnommenen Kompost kurz vor Saat und Pflanzung oberflächlich auf und arbeiten ihn leicht oberflächlich ein. Graben Sie den Kompost nicht um oder unter, damit die weiter laufende Zersetzung nicht erstickt wird. Auch während der Wachstumsphase kann Kompost entnommen und auf die Beete aufgebracht werden. Frischkompost sollte aber nicht direkt an Setzlingen und Wurzeln liegen.

Mit selbst hergestelltem Kompost unterstützen Sie Ihren Garten und bieten ihm alles, was er benötigt – schließlich kennen Sie Ihre Pflanzen immer noch am besten. Lassen Sie sich von den Fähigkeiten des idealen Kompostes überraschen und begeistern.

 

Eigenkompostieren: Ein Segen für die Umwelt

Kompostieren ist nicht nur gut für Ihren persönlichen Garten. Das Eigenkompostieren hilft zusätzlich beim Schutz von Klima und Umwelt: Sie entsorgen bestimmte Abfälle ökologisch sinnvoll und schonend, beim Kompostieren entstehen keine Kohlendioxidemissionen, dafür aber natürliche Nährstoffe, von denen Ihr Garten profitiert. Darüber hinaus haben sich mit Kompost versehene Pflanzen als widerstandsfähiger gegen etwaige Schädlinge erwiesen.

Beim Kompostieren im heimischen Garten leisten Sie also nicht nur einen wertvollen Beitrag für Ihre eigenen Gemüse, Blumen und Gewächse. Sie tragen aktiv zum Schutz der Umwelt bei – wenn das nicht absolut für das eigene Kompostieren spricht!

 

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