Kürbis-Pflege: Nie wieder Misserfolge bei der Kürbiszucht

Sie haben Ihre Kürbisse gerade frisch ausgesät und können die Ernte kaum noch abwarten? Bis September/Oktober müssen Sie sich zwar noch etwas gedulden, untätig sollten Sie in der Zwischenzeit jedoch nicht bleiben. Mit den passenden Werkzeugen und der richtigen Pflege helfen Sie Ihren Kürbissen dabei, zu echten Prachtexemplaren zu gedeihen.

Der Kürbis ist das Gemüse mit den größten Früchten und bietet ganze 800 Varianten, darunter Speisesorten wie Hokkaido oder Butternut und auch besonders große Sorten speziell für die Halloween-Dekoration. Zu seinen größten Stärken zählt wohl, dass die Kürbis-Pflege verhältnismäßig leicht ist. Ein paar Dinge sollten Sie bei der kleinen aber feinen Pflege Ihrer Kürbisse dennoch beachten. In unserem Ratgeber erfahren Sie, worauf es beim Düngen, Gießen und Schädlingsbekämpfen ankommt: Kürbisse pflegen in wenigen Schritten!

 

 

 

 

Durstige Kürbisse: Abkühlung durch den Gartenschlauch

Vor allem an heißen Sommertagen freut sich die Kürbispflanze über eine gute Portion Wasser. Gießen sollten Sie die leicht zu pflegenden Kürbisse am Morgen oder am frühen Abend. Wenn sich dann die ersten Früchte entwickelt haben, darf es ruhig noch etwas mehr Wasser sein. Der Wasserbedarf des Kürbis' steigt dabei auch durch die ansteigende Größe der Blätter, die entsprechend mehr Feuchtigkeit verdunsten. Vorsicht ist geboten, denn eine unzureichende Wasserzufuhr kann zum Wachstumsstop führen! Der Durst Ihres Pflege-Kürbisses steigt parallel mit dem Tragen von Früchten und zur Wachstumsgeschwindigkeit der Blätter. Beginnen Sie zunächst mit einer handelsüblichen Gießkanne und schwenken Sie mit steigendem Durst Ihrer Pflanzen zum Gartenschlauch.

Achten Sie beim Gießen darauf, nicht von oben herab zu gießen. Auf feuchten Blättern und Blüten kann sich sonst gefährlicher Mehltau bilden. Gießen Sie lieber, z.B. mit einer flächendeckenden Gartenbrause, gleichmäßig die Erde im Bereich der Wurzeln.

 

Hungrige Kürbisse: Mehr Nährstoffe dank Dünger und Kompost

Auch eine konstante Nährstoffzufuhr ist bei der Pflege Ihres Kürbisses das A und O. Kürbisse sind Starkzehrer und brauchen entsprechend viele Nährstoffe um prächtig gedeihen zu können. Düngen Sie die Pflanzen deshalb regelmäßig etwa alle 2 Wochen, gerne mit organischem Dünger, der sehr effektiv für Kürbisse ist. Oder stellen Sie selbst den optimalen Dünger im eigenen Komposter her. So können Sie ganz individuell die Pflege Ihrer Kürbisse angehen. Kürbisse lassen sich sogar direkt auf dem Kompost heranzüchten. Rechnen Sie grundsätzlich mit rund 3 bis 5 Litern Kompost pro qm und krönen Sie die gedüngte Erde mit etwas Brennnesseljauche. Alternativ können Sie die Kürbisse pflegen, indem Sie sie direkt gezielt mit Stickstoff, Kalium und Phosphor durch die Zugabe von Pflanzenjauchen, Guano oder Hornspänen versorgen. Auch ein spezieller Stickstoff-Dünger kann bei der Kürbis-Pflege Wunder wirken. Haben Sie ein ganzes Kürbisfeld angelegt, so kann Ihnen ein Düngerstreuer die gleichmäßige Verteilung leichter machen.

 

Zarte Kürbisse: Ein bisschen Pflege muss sein

Wie zuvor erwähnt braucht der Kürbis eigentlich nicht viel Pflege. Wenn Sie ihn stets im Auge behalten, werden Sie mit der Zeit einen Blick dafür entwickeln, an was es Ihrer Pflanze mangelt. Ein regelmäßiges Zurückschneiden der Kürbispflanze ist allerdings Pflicht: Überflüssige Ranken sollten alleine deshalb entfernt werden, damit der wichtige Teil der Pflanze ausreichend Nährstoffe beziehen kann. Da Kürbisse sehr schnell wachsen, ist es nicht verkehrt hierauf ein Auge zu haben. Wollen Sie besonders große Kürbisfrüchte züchten, lassen Sie nur jene Blüten stehen, die sich auch weiterentwickeln sollen. Viele Kürbisse bedeuten daher eher kleine Früchte. Je nach Bedarf können Sie hier ganz individuell die Pflege Ihrer Kürbisse lenken. Die Wuchskraft der Pflanzen lässt sich noch verstärken, indem Sie die erste Blüte ausgeizen (also mit einer Gartenschere o.ä. entfernen). Präsentieren sich Ihre Pflanzen im Juni bereits mit 3 bis 5 Blättern, so kürzen Sie jede Ranke auf 2 Blätter zurück. Im Juli sollten Sie dann sogar alle Triebe so weit zurückschneiden, dass auch die allerletzte Frucht nur noch über zwei Blätter versorgt wird.

 

 

Mit einer dünnen Mulchschicht rund um die Pflanze können Sie den Kürbis zusätzlich pflegen. Sie hält den Boden locker und gleichmäßig feucht, was sehr förderlich für die Entwicklung der Früchte ist. Die Bildung von Wurzeln können Sie noch weiter unterstützen, indem Sie die Pflanzenteile anhäufeln: Direkt am Stiel bilden Sie mit einer Schaufel einen kleinen Berg, eine Anhäufung. Dies hat zur Folge, dass die Pflanze dazu angeregt wird, mehr Seitenwurzeln zu entwickeln. Pflegen Sie Ihre Kürbisse also genauso behutsam wie Sie auch Ihre Blumenbeete hegen würden.

 

 

Gefährdete Kürbisse: Schutz vor Feind und Krankheit

So wärmeliebend Kürbisse auch sind, die Sonne birgt auch Gefahren für die Pflanzen: Kürbisse bekommen zwar keinen Sonnenbrand, dafür aber unschöne Risse auf der Schale, die dann wiederum anfällig für Krankheiten und Fäulnis sind. Achten Sie beim Pflegen Ihrer Kürbisse also auch darauf, dass diese nicht zu stark der prallen Sonne ausgesetzt sind. Sollte es dennoch zu fauligen oder auch unterentwickelten Früchten kommen, sollten Sie diese umgehend entfernen. So garantieren Sie, dass der gesunde Teil Ihrer Kürbisse mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Wenn Sie Ihre Kürbisse richtig pflegen, können sie schon nach etwa einer Woche auf die Größe von Basketbällen heranwachsen.

Doch die Fäulnis ist nicht die einzige Gefahr des Kürbisses. Auch die Pilzinfektion Mehltau gilt es zu vermeiden. Erkennen können Sie diese Pflanzenkrankheit an einem weißlich-grauen Sporenrasen, der sich auf den Blättern ablegt. Um Ihren infizierten Kürbis gesund zu pflegen, muss das befallene Laub so schnell wie möglich entfernt werden. Statt der Zugabe von Dünger sollten Sie nun zu einer Lösung zum Einsprühen wechseln: Mischen Sie hierfür etwa 1 Liter Wasser mit 15 Millilitern Schmierseife und 15 Millilitern Spiritus. Haben Sie die Utensilien nicht zur Hand und müssen schnell handeln, so können Sie alternativ auch einen gehäuften Esslöffel Soda in 4 Litern Wasser auflösen und den zu pflegenden Kürbis hiermit ebenso regelmäßig einsprühen.

Auch vor tierischen Feinden ist der Kürbis nicht gefeit. Der größte und gefräßigste unter ihnen ist die Nacktschnecke. Sie labt sich gerne und viel an allerlei Pflanzen und Gemüse im heimischen Garten. Besonders effektiv gegen die gefräßigen Schädlinge ist Schneckenkorn. Zusätzlich können Sie Ihre Kürbisse während der Zeit der Pflege mit einem Schneckenzaun umrahmen und Bierfallen aufstellen. In den kühlen Morgenstunden können Sie gezielt auf Schneckenjagd gehen und die durch die Kälte erstarrten Nacktschnecken mit einer Schneckenzange entfernen. Auch hilft ein Drahtgeflecht, welches Sie mit einer Folie – hier auf keinen Fall die Atmungslöcher für Ihren Pflege-Kürbis vergessen – bespannen, um die heranwachsenden Kürbisse zu schützen.

 

Fazit

Sie merken schon, um Ihre heranwachsenden Kürbisse zu pflegen braucht es zwar nur wenige aber dafür gründliche Handgriffe. Achten Sie auf den Wasserbedarf Ihrer Pflanzen und die regelmäßige Düngerzugabe, vermeiden Sie nach Möglichkeit Krankheiten und bekämpfen Sie Schädlinge auf effiziente Weise, dann steht Ihrer eigenen Kürbiszucht nichts mehr im Weg. Ihre Prachtexemplare können Sie im Oktober in schaurig-schöne Halloween-Dekorationen verwandeln und sich an Suppen, Kuchen und mehr aus Speisekürbissen erfreuen. Kürbisse pflegen: Mit wenigen Schritte zu besten Ergebnissen!

 

                                                                                                  Gesunde Kürbisse? Hier passende Düngerhilfsmitteln entdecken!

 

 

 

 

 

 

 

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